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Bild von Марина Вельможко auf Pixabay

Interview mit Katrin Ciszewski über ihre Leidenschaft zum Familienyoga

Katrin Ciszewski, pädagogische Fachkraft, sowie Kinder- und Familienyogalehrerin aus Köln, hat uns erzählt, wie sie zu ihrem Herzensding, Yoga für Kinder und Familien anzubieten, gekommen ist. Sie teilt mit Elke Schwuchow im Interview, was sie an diesem Angebot begeistert, welche ihre Lieblingsübungen sind, und gibt all denen Tipps, die noch einen Stupser brauchen.

War dir schon immer klar, dass du mit Kindern arbeiten möchtest? Oder bist du über Umwege ins Familienzentrum fair-eint gekommen, in dem du als pädagogische Fachkraft arbeitest?

Nein, ich habe lange Jahre beim LVR mit behinderten Menschen gearbeitet. Durch meinen mittlerweile 15-jährigen Sohn bin ich mit Kita, Schule und eben der Kinderwelt in Berührung gekommen und da wuchs mein Wunsch mit Kindern zu arbeiten. Ich habe meine Arbeit nach 25 Jahren gekündigt und habe in der wunderbaren Einrichtung „fair-eint“ eine neue Herausforderung gefunden. Und zwar über die ehemalige Tagesmutter meines Sohnes, die dort als Erzieherin arbeitete und mir erzählte, dass sie dringend neue Mitarbeiter*innen suchten. Als ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin passte das natürlich toll.

Praktizierst du selbst Yoga?

Ich mache seit 30 Jahren Yoga – immer wieder mit Unterbrechungen, aber seither ist es Teil meines Lebens. Mit Felix, meinem Sohn, habe ich auch schon Mama-Baby-Yoga gemacht. Ich habe es zumindest versucht… Mein Sohn hat eine Zeitlang gerne mit mir Yoga gemacht, dann kippte das mit zehn Jahren in etwa. Aber der Samen ist gesät…

Und wann kam der Wunsch in dir auf Kinderyoga zu unterrichten? Gab es ein besonderes Ereignis? 

Ich habe eine Grundausbildung zur Kinderyogalehrerin bei Unity Training in Köln gemacht und dann schnell das Gefühl bekommen, dass mir da doch noch was fehlt. Ich wollte noch mehr wissen und mehr lernen. Ich war schon häufiger über Thomas Bannenberg und die Kinderyoga-Akademie gestolpert und habe mich dann entschieden, dort noch ein paar Module zu machen.

Hast du die Ausbildung erst begonnen, als du bei „fair-eint“ begonnen hast mit Kindern zu arbeiten?

Nein, ich habe mich schon eine Weile vor dem Einstieg in das Familienzentrum zur Ausbildung entschlossen, weil ich selbst immer so viel vom Yoga profitiere und der Meinung war, dass Kindern das auch guttun würde, weil diese schon so früh unter Stress stehen. Das war 2017. Seit ich in der Einrichtung arbeite, also seit 2018, veranstalte ich dort unseren wöchentlichen Kinderyoga-Tag für die Vorschul-Kinder.

Katrin Ciszewski, Erzieherin und Heilpädagogin bei evangelisches Familienzentrum „fair-eint“ in Köln-Holweide. Sie unterrichtet seit 2018 Kinderyoga und seit 2022 Familienyoga mit viel Herz und Leidenschaft.
Katrin Ciszewski, Erzieherin und Heilpädagogin bei evangelisches Familienzentrum „fair-eint“ in Köln-Holweide. Sie unterrichtet seit 2018 Kinderyoga und seit 2022 Familienyoga mit viel Herz und Leidenschaft.

Seit wann gibst du dann auch noch Familien-Workshops?

Einige Zeit nach der Kinderyoga-Ausbildung, während der Corona-Phase, habe ich noch die Familienyoga-Ausbildung bei Stefanie Weyrauch von Yogastern gemacht. Ich bin in unserer Einrichtung Ansprechpartnerin für Bewegung und Ernährung. Da dachte ich, dass es gut passen könnte, die Eltern mit ins Boot zu holen, wenn es um Entspannung und Bewegung in der Familie geht. Ich habe eine Wand in der Kita etabliert, wo immer Berichte über Familienyoga hängen. Außerdem gibt es eine kleine Bibliothek mit passenden Büchern zum Thema, die sich die Eltern auch ausleihen dürfen. Ich stehe außerdem zur Verfügung für Fragen in dem Bereich.

Erzähl mal etwas über das Setting deines Familienyoga-Angebotes.

Ich biete Familienyoga zweimal im Jahr in unseren Räumlichkeiten an als kostenloses Angebot über das Familienzentrum, somit ist das Angebot für alle offen am Samstag Vormittag. Das Angebot dauert circa 75 Minuten. Die Altersspanne ist in der Regel von vier bis sieben oder acht Jahren. Ich hatte aber auch schon mal ein dreijähriges Kind dabei. Das Setting ist ein Elternteil und ein Kind. Wobei auch schon mal eine Mutter zwei Kinder mitgebracht hat. Das hat super geklappt, vielleicht aber auch, weil die Mutter schon Yoga-Erfahrung hat. Dieses Erlebnis hat mich dazu bewogen, in Zukunft doch auch mal für die ganze Familie zu öffnen, allerdings nach einem kurzen Vor-Gespräch mit den Eltern, da ich ja den Kontakt habe. Ich habe übrigens bei den Workshops auch eine Kollegin dabei, die mich unterstützt. Wir können so auch gut Partnerübungen vormachen. Mittlerweile habe ich fünf Eltern-Kind-Yoga-Workshops gehalten und liebe es! Ich gehe dort immer so beseelt und glücklich raus.

Bereitest du den Raum schon vorab vor?

Ja, ich platziere die Familien im Kreis und bereite bereits den Raum mit den Matten vor. Erwachsene und Kinder haben jeweils eine eigene Matte. Es sorgt unter Umständen für Unruhe zu Beginn der Stunde, wenn sich jeder erst einen Platz suchen muss oder es kann sogar zu Unmut führen, wenn ein Kind statt der roten nur noch eine gelbe Matte ergattert oder keine große Erwachsenen-Matte bekommen kann. Dafür benötigt man natürlich im besten Fall eigene Yogamatten für Familien- und Kinderyoga Unterricht. Toll sind auch große Yogabolster für die Erwachsenen. Auch das gemeinsame Aufräumen am Ende der Yogastunde gehört bei mir zu einem wichtigen Bestandteil.   

Gibt es Pläne, dass das Angebot häufiger stattfinden soll?

Ich habe einen Feedback-Bogen rausgegeben und an die Eltern verteilt. Der Wunsch nach einem häufigeren Angebot ist da. Die Tendenz geht zu einmal im Monat. Ich muss allerdings schauen, ob das für mich neben meinem Hauptjob umsetzbar ist. Denn es ist ja auch wichtig gut für sich selbst zu sorgen.

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Stundenbild: „Wir entdecken unsere Stadt“ von Katrin Ciszewski
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Welches ist dein liebstes Bewegungsspiel für die Familien?

Alle Varianten des Stopp-Tanzes sind immer noch ein Highlight. Sie lassen sich auch super auf bestimmte Themen umswitchen. Auch das Schwungtuch ist immer dabei! Oder Spiele, in denen kleine Aufgaben gelöst werden müssen als Gruppe. Das möchte ich noch mehr einbinden. Bei unserer Weltreise in einem Workshop haben wir zum Beispiel das Brandenburger Tor alle zusammen gebildet und alle durften hindurch gehen. Das verbindet auch die Gruppe untereinander. 

Und welche ruhige Übung nutzt du gerne für die Verbindung deiner Kursteilnehmenden?

Die Partner sitzen Rücken an Rücken und kommen erst einmal in Ruhe und mit der Klangschale begleitet an. Ich habe drei verschiedene Klangschalen, mit denen ich auch sehr gerne Fantasiereisen untermale. Besonders diese Verbindung von Klang und Geschichte macht den Familien sehr viel Spaß. Am Schluss gibt es eine Einheit für die Eltern, damit sich diese nochmal allein entspannen können. Sie holen sich ein großes Kissen, dürfen chillen und ruhige Musik hören. Währenddessen mache ich mit den Kindern zum Beispiel eine Igelball-Massage. Gerne gebe ich auch am Ende eine Affirmationskarte mit oder die Massagegeschichte, damit es einen Transfer nach Hause ins Familienleben gibt.

Gibt es eine Lieblingspartner-Asana?

Die Bäume! Weil man sich hier so schön verwurzeln und gemeinsam wachsen kann. Und gemeinsam die Balance halten, auch wenn es mal stürmisch wird. Außerdem mag ich gerne den „Flieger“ aus dem Acro-Yoga. Hier ist meine Kollegin als Unterstützung Gold wert, um zu sichern. Das klappt erstaunlich gut.

Und eine liebste Atem-Übung? 

Die Holzhacker- und die Löwen-Atmung finde ich super! 

Gibt es ein Erlebnis, dass dir noch lebhaft im Gedächtnis geblieben ist?

Einmal kam ich zum Workshop ins Familienzentrum und im Vorraum stand ein Orchester und probte klassische Musik. Sie ließen sich viel Zeit fürs Abbauen… Im ersten Moment dache ich „Oh Gott, was ist das denn?“ Aber dann dachte ich, „ein Workshop mit musikalischer Untermalung ist doch auch ganz nett…“. Sie waren dann aber doch fertig, als der Workshop anfing. Ansonsten finde ich das Agieren zwischen Eltern und Kindern so schön und herzberührend. Magische schöne Momente werden da geschaffen. Der Spaß und die tolle Zeit zusammen auf der Matte sind unbezahlbar

Unterrichtest du auch außerhalb des Familienzentrums Eltern-Kind-Yoga?

Noch nicht, aber ich überlege… Weil es den Familien einfach so guttut. Aber ich bin glücklich, dass ich Kinderyoga in der Kita jede Woche unterrichten darf! 

Was möchtest du den Kinderyogalehrerinnen, die sich noch nicht getraut haben, Eltern-Kind-Yoga anzubieten, mitgeben?

Man sollte eine gute Kinderyoga-Ausbildung haben und wenn möglich auch eine Weiterbildung im Familienyoga. Und man sollte schon ein bisschen Erfahrung im Kinderyoga mitbringen, bevor man Angebote für die Familien macht. Das Setting ein Elternteil und ein Kind empfinde ich für den Einstieg passend und kleinere Gruppen. Außerdem ist eine gite Stundenplanung wichtig, aber auch flexibel zu bleiben. Der berühmte „Notfallkoffer“ ist auch nicht schlecht. Teilnehmende in die Stundengestaltung miteinbeziehen und deren Kreativität herauskitzeln. Familienyoga ist nicht Kinderyoga, aber auch nicht Erwachsenenyoga, sondern irgendwas dazwischen. Deshalb sollten auch die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen. Ganz wichtig ist auch, sich zu vernetzen, zum Beispiel hier bei Plus.Kinderyoga.de. Nie stehen bleiben, immer über den Tellerrand schauen, sich weiterbilden. Feedback holen ist auch ratsam. Und last but not least: Spaß haben und sich trauen. 

Hast du Pläne für die nächste Zeit?

Ich bin generell immer offen nach allen Seiten und finde es wichtig, nicht stehenzubleiben, auch immer mal die Komfortzone zu verlassen. Mein Wunsch ist es, eine Weiterbildung zum Thema Patanjali und die Yoga-Sutren zu machen. Nur für mich, aber auch für die Familien und Kinder, die ich unterrichte, in der Hoffnung den wunderbaren Spirit des Yoga weitergeben zu können.

Danke, liebe Katrin für deine Offenheit und das schöne Gespräch!

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Als Mutter einer Tochter liegt es Elke besonders am Herzen Kindern, Teenagern, Müttern und Familien den Zauber von Yoga nahe zu bringen. Das macht die Entspannungspädagogin und Kinderyogalehrerin seit 2016. Zusammen mit Ulrike Knuth gibt sie Workshops für Pädagoginnen und (Kinder-)Yogalehrerinnen. Mit ihrer Familie und Kater Nemo lebt Elke in Köln.

Weitere Infos auf: www.sternenflieger.net

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