Praxistest „Yogareise Ins Regenbogenland – Das Outdoor-Spiel“ von Yogilini Spielewelt
Letzten Sommer hat Roswitha Gubin das Brett- und Kartenspiel von Yogilini von den Kinderyogalehrerinnen Patty Buchhester, Martina Nitsche und Luraya Lukas mit ihren drei Kids getestet. Dieses Jahr haben die beiden ein Outdoor-Spiel, basierend auf ihrer ursprünglichen Idee, auf den Markt gebracht. Unsere Redakteurin Elke Schwuchow durfte das Spiel zusammen mit ihren Yogakids (Grundschul- und Kita-Alter) unter freiem Himmel testen.
Klein und handlich
Pünktlich zum Sommerbeginn hielt ich das handliche und wasserfeste Täschlein, das wie ein Kulturbeutel fürs Wochenende anmutet, in den Händen. Darin befinden sich:
- ein Säckchen mit vier schönen polierten Steinen plus einem Würfel
- 26 reiß- und wasserfeste Asana-Karten in der Größe ca. 15 x 15 cm
- eine A5-Spielanleitung mit 1+6 Spielideen
- eine A5-Asana-Anleitung
Wie beim Indoor-Brett-Spiel sind die Asanas wieder bestimmten Lebensräumen zugeordnet: tiefer Wald, friedliche Wiese, heiße Savanne, ruhiger See, weites Meer – die Zugehörigkeit wird durch einen farbigen Rahmen gekennzeichnet.
Es kann losgehen
An einem schönen sonnigen Tag ging es mit meinen Yoga-Kids raus in den Park (Grundschul-Kids) und mit den Kita-Kids in den Außenbereich der Kita. Für die Vorbereitung des Hauptspiels „Yogareise ins Regenbogenland“ haben wir die Asana-Karten hintereinandergelegt – mit den Grundschulkids nach Anleitung, mit den Kita-Kids, so wie es uns gerade eingefallen ist. Das heißt, wir haben nicht alle Karten mit demselben Lebensraum hintereinandergelegt. Es gehen meiner Meinung nach beide Varianten. Nur das Einhorn muss ans Ende der Karten-Schlange, oder was ihr sonst so legt, als Ziel.
Zu Beginn haben wir uns mit einem „Stopp-Spiel“ aufgewärmt – auch eine Spielidee in der Anleitung. Wir tanzten alle über die Wiese und bei Musik-Stopp durfte immer abwechselnd ein Kind eines der Asanas reinrufen, die auf dem Boden ausgelegt waren. Alle nahmen die gerufene Position für ein paar Atemzüge ein und weiter ging es. Wurde „Einhorn“ gerufen erstarrten alle, wie sie gerade waren.
Auf zur Einhorn-Party
Danach ging es los mit der Reise ins Regenbogenland zur Geburtstagsparty des Einhorns. Die Kids durften sich aussuchen, ob sie alle zusammenspielen als Team oder ob sie Zweiergruppen bilden möchten. Die Kita-Kids wollten zusammen, die Schulkinder in Zweier-Teams. Wir würfelten und zogen die Steine. Je nachdem, wo der Stein landete, nahmen die Kinder die Asana, die auf der Karte abgebildet ist, ein.
Wir haben es so gespielt, dass man am Ende nur mit der passenden Augenzahl zum Einhorn gelangen kann (wie bei „Mensch ärgere dich nicht“). Danach feierten wir ein rauschendes Geburtstagsfest mit dem Einhorn. Doch eine kleine Verschnaufpause musste sein, bevor die Feier begann. Wir haben uns alle ein wenig ausgeruht, indem wir eine kleine Atemübung eingebaut haben. Bei den Kita-Kids war das die Regenbogen-Atmung, bei der wir beim Ein- und Ausatmen mit dem Finger einen ausgedruckten Regenbogen entlangfuhren. Mit den Schulkindern habe ich eine Partner-Atemübung gemacht, bei der sich die Kinder Rücken an Rücken aneinandersetzen und gegenseitig den Atem spüren.
Schöne zusätzliche Spiel-Ideen
Wieder in unserer Kraft, haben wir noch zwei Spiele, die in der Anleitung vorgeschlagen werden, gespielt. Die Kita-Kids wollten etwas zaubern und wir spielten „Einhorn-Zauber“. Hier wird eine Karte gezogen (das Spielfeld ist mittlerweile wieder aufgelöst und alle Karten befinden sich auf einem Stapel) und mithilfe eines Zauberstabs werden die anderen Kinder verzaubert.
„Was fehlt?“ kam bei den Grundschul-Kids ziemlich gut an. Hier werden Konzentration und Achtsamkeit geschult. Ich habe fünf Asana-Karten in die Mitte gelegt, alle haben sich die abgebildeten Asanas gemerkt und dann die Augen geschlossen. Danach habe ich eine oder mehrere Karten weggenommen und die Kids mussten sagen, welche fehlen.
Beide Gruppen haben danach noch „Was ist es?“ gespielt. Hierfür zieht ein Kind eine Karte und beschreibt, was es dort sieht. Die anderen raten und machen dann alle das Asana gemeinsam.. Neben den genannten Spielen gibt es bei den 1+6-Spielen in der Anleitung noch die Inspirationen „Yoga-Memory“ und „Geschichten erzählen“.
Wir haben unsere Stunden mit der Entspannungsgeschichte „Die Traumreise ins Regenbogenland“ von Martina Nitsche beendet, die du beim umfangreichen Zusatzmaterial findest, das du per QR-Code aufrufen kannst. Dort werden alle unsere Sinne angesprochen und wir lernen eine kleine Fee kennen, die uns nach unserem Herzenswunsch fragt. Am Schluss fliegen wir auf dem Rücken des Einhorns in das farbenfrohe Regenbogenland. Die Geschichte ist von der Länge her für Schulkinder passend, für die Kita-Kids habe ich etwas gekürzt.
Alle waren sich nach der Stunde einig, dass Outdoor-Yoga echt cool ist und das Yogilini-Set gerne nochmal zum Einsatz kommen darf. Für die älteren Grundschulkids war das Hauptspiel „Die Reise ins Regenbogenland“ stellenweise etwas langweilig. Hier ist dein Storytelling gefragt, aber auch die Phantasie der Kinder.
Nötig oder unnötig?
Vielleicht magst du nun denken, dass du all diese Spiele ja auch mit anderen Yoga-Karten machen kannst. Da stimmt, aber die sind nicht wasserfest, fliegen schneller weg und sind oft kleiner. Die Anleitung ist mit einer Schraube praktisch an einer Ecke fächerartig zusammengehalten. Ebenso die Asana-Anleitung. Du hast durch das praktische Täschchen alles, was du für deine Stunde brauchst, beisammen. Ein echter Pluspunkt ist der QR-Code, der zu Videos führt, bei denen die Asanas von Kindern vorgeführt und von einer der Autorinnen erklärt werden. Auf der gedruckten Asana-Anleitung findest du auch immer „Worauf solltest du achten“ und „Das wird u.a. gefördert“. Das ist super, besonders für Kinderyoga-Neulinge oder Eltern.
Ein tolles empfehlenswertes und praktisches Spiel für dein Outdoor-Yoga. Alle Asanas sind im Stehen oder Hocken ausführbar, das heißt, du benötigst keine Unterlagen. Somit kannst du das Spiel ohne Probleme zum Beispiel mit auf Ausflüge nehmen. Es lässt sich aber genauso gut in Turnhallen, Klassenzimmern et cetera einsetzen. Hier werden Kreativität, Körperwahrnehmung, Konzentration und Sprachentwicklung gefördert. Für das Alter von 3-101, für eine Anzahl von 1-66 Spielern geeignet, so steht es vorne drauf. Auf zum Outdoor-Yoga!
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